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Anschrift der Kirche

Traarer Straße 380
47829 Krefeld (Gartenstadt)

Zugang für Rollstuhlfahrer

 

Sonntagsgottesdienste in St. Pius X

Samstags - 17:30 Uhr - Hl. Messe

 

Weitere Öffnungszeiten der Kirche

Freitags von 15:00 Uhr bis 16:00 Uhr

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Geschichte der Kirche

Die große Wohnungsnot in Krefeld nach dem 2. Weltkrieg und der Aufschwung der Industrie nach der Währungsreform 1948 machten es erforderlich, neue Wohngebiete zu erschließen. Das ehemalige Flugplatzgelände, zwischen Traar, Verberg, Uerdingen und Bockum gelegen, bot sich den Stadtplanern in geradezu idealer Weise an. Nach zweijähriger Planungsarbeit wurde 1954 der Bebauungsplan genehmigt. In der Planung waren von Beginn an Freiflächen für eine evangelische und eine katholische Kirchengemeinde vorgesehen.

1956 begann die Besiedlung des ehemaligen Flugplatzgeländes. Die Seelsorge der katholischen Christen übernahm die Pfarre St. Gertrudis. Im Schulgebäude an der Traarer Straße fanden die ersten Sonntagsgottesdienste statt.

Im April 1959 war der Baubeginn der Notkirche (heute Oscar-Romero-Haus). Pius X. wird Pfarrpatron. Der erste Gottedienst findet Neujahr 1960 dort statt, gehalten von Pater Florian, dem ersten Geistlichen der neuen Pfarrgemeinde. Durch Anbauten an die Notkirche entstehen Räume für die Jugend- und Gemeindearbeit. Im September 1963 wird die Gemeinde selbständig.

Mit dem Bau der heute bestehenden Zeltkirche wird 1966 begonnen. In der ständig wachsenden Gemeinde wurde ein zweiter Pater zur Mitarbeit eingestellt. Die beiden Salvatorianerpatres verlassen im November 1968 St. Pius X. Die nach den Plänen des Düsseldorfer Architekten Josef Lehmbrock errichtete Zeltkirche wird von Dechant Johannes Kaiser am 24.11.1968 benediziert. Am 22.12.1968 werden die Herren Josef Höckels (Pastor), Eckard Lossen (Kaplan) und Karl Lützerath (Kaplan) eingeführt.

Durch den Ausbau des neuen Stadtteils Elfrath wächst die Zahl der Gemeindemitglieder weiter an. Im dortigen Schulgebäude wird ab sofort Sonntagsgottesdienst gefeiert. Der neue Kirchenraum, mit dem Altar im Mittelpunkt, von jedem Platz aus sichtbar, die Priester den Gläubigen zugewandt, ließ eine neue Atmosphäre spürbar werden und erzeugte frohe und hoffnungsvolle Erwartung. Ein Windhauch des Konzils berührte die Gemeinde. In der von Herrn Pastor Höckels gehaltenen Einführungsansprache beeindruckte besonders seine Aussage, dass er sowie seine Kapläne Diener der Gemeinde - die Letzten in ihr - sein wollten.

Einiges veränderte sich: Die Gläubigen kommunizierten fortan zuerst, nach ihnen der Priester. Die Anrede aller Geistlichen geschah allgemein mit der Nennung des Familiennamens und nicht mit dem Amtstitel. Das erklärte Ziel des neuen Priestertums war, die Mitarbeit und die Mitverantwortung der Laien anzuregen und zu fördern, so auch eines neuen Kirchenverständnisses nach den Aussagen des Konzils.

Viele Gemeindemitglieder sind dem Ruf nach Mitarbeit gefolgt und tragen Mitverantwortung in größereren feststehenden Gruppen und Arbeitskreisen. Auf Initiative von Laien wurden KAB und Pius-Chor gegründet. Laien knüpften auch die Verbindung mit der evangelischen Lukasgemeinde und eröffneten so den Weg für ein ökumenisches Miteinander. Die Pies-Gruppe - von Jugendlichen gegründet - richtet ihr Augenmerk und ihre Hilfeleistung auf die Weltkirche.

Im April 1974 bekommt die Pius-Kirche eine Orgel, die von der Firma von Beckerath gebaut wurde. Ebenfalls 1974 findet die Einweihung des ökumenischen Gemeindehauses in Elfrath statt. Auf Vorschlag der Jugend bekommt unser Pfarrheim den Namen "Oscar-Romero-Haus".

Die drei Glocken, in Gescher gegossen, werden am Fest der Erscheinung des Herrn 1985 geweiht. Sie erhalten den Namen Friede -  Martin Luther King / Freiheit - Joseph Cardijn / Gerechtigkeit - Madeleine Debrel. Der Glockenturm wurde 1988 errichtet (Architekt W. Busch). Zum 25jährigen Jubiläum der Pfarre stiftete der Bürgerverein Gartenstadt einen Hahn für den Glockenturm, der von August Pigulla entworfen wurde.

 

Besondere Kunstwerke

In der Sakramentskapelle rahmen zwei Kerzenleuchter und ein Ewig-Licht-Ständer aus Bronze den Tabernakel ein.  Der Auferstehungsengel auf dem rechten Leuchter weist auf den Tabernakel mit der Botschaft: "Er ist auferstanden!" Der linke Leuchter trägt das Bild des wiederkommenden Herrn.

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Krönung des Werkes Gottes

Dieser Gedanke hat Pate gestanden beim Entwurf des Tabernakels. Wie eine Krone ist die Bronzeplastik in geschlossener Form der Tabernakelstele aufgesetzt, in deren Bildern die Liebesgeschichte Gottes mit der Menschheit dargestellt ist.

Entwurf und Ausführung: Karl-Heinz Trittien

Diese bronzene Tabernakelkrone läßt sich öffnen. Dann erst wird der Blick frei auf den Tabernakelschrein, ausgeführt in weißer Emaille und Gold: Auch das ein anschaulicher Hinweis auf die Vollendung (Weiß und gold sind im letzten Buch des neuen Testamentes Farben der Vollendung).

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Kerzenleuchter und Ambo sind aus Edelstahl erstellt, ein Material, dass durch seine Beschaffenheit den Altarbereich aufhellen und freundlicher gestalten sollte. So haben die Elemente des Außenbauwerks unserer Kirche ihren Niederschlag im Inneren gefunden.

Entwurf und Ausführung: August Pigulla

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Inmitten des Altarraumes und genau im Mitelpunkt der Kirche steht, um zwei Stufen erhöht der Altartisch aus Kattenfelser Marmor. Vor dem Altar steht, in Bronze gegossen, ein hohes Kreuz. Der Fuß des Kreuzes greift wie mit Wurzeln in den Boden, das Kreuz reckt sich, einem von Sturm und Wetter zerzausten Baum ähnlich, schlank und hoch auf. Der schmalgliedrige, herb modellierte Korpus zeigt den Herrn am Ende seines Leidens.

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Kirche St. Pius X.