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Gemeindereferentin Dorothea Blum - Gedanken zum Abschied

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Gedanken zum Abschied: Dorothea Blum, Gemeindereferentin

Einladung zur Verabschiedung: 09.05. um 17.30 Uhr im Ökum. klangvollen Gottesdienst in der Pius-Lukas-Kirche

 

Liebe Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen,

bald erwartet mich eine besondere Zeit: der Abschied von meinem Berufsleben. Nach vielen Jahren im Dienst als Gemeindereferentin, die ich mit Freude, Leidenschaft und manchmal auch mit Mühe gestaltet habe, geht nun eine wichtige Lebensphase zu Ende. Die Zeit meiner Rente beginnt und damit der Abschied von meinem 100% Beschäftigungsumfang. Da niemand so ganz geht, werde ich ab 01.Sept. für 30% nach einer längeren Urlaubszeit wieder, dann aber als Rentnerin, in die Arbeit in unseren Kindertagesstätten und in zwei Seniorenheimen, einsteigen. Anstatt also nur von Abschied zu sprechen, möchte ich die Gedanken formulieren, die mir in den letzten Tagen immer wieder durch den Kopf gingen: 

Ihr seid mir in der Zeit meines Dienstes erst nur in St. Andreas, St. Margareta und St. Maria Himmelfahft und danach in ganz St. Nikolaus zum Segen geworden. 

Dieser Satz, der aus dem Alten Testament stammt – „…damit ihr ein Segen seid“ (Sacharja 8,13) – hat mich in den letzten Wochen begleitet. Nicht nur, weil ich nun in den Ruhestand gehe, sondern weil ich plötzlich spürte: Mein Beruf war nicht nur ein Job, nicht nur meine Aufgabe, sondern auch ein Geschenk – und ihr seid Teil dieses Geschenks. 

Ich denke da beispielsweise an die gemeinsamen Projekte einige Jahre innerhalb der Erstkommunionvorbereitung, in den Kindertagesstätten und im ökumenischen Gemeindezentrum, an so manche Einzelgespräche, an Aktivitäten mit Senioren, an die Unterstützung, die ich von euch erfahren habe. An die Momente, in denen ihr mir vertraut habt, an die Herausforderungen, die wir gemeinsam gemeistert haben. Ihr habt mir nicht nur Arbeit gegeben, ihr habt mir auch Lebenskraft, Vertrauen und Freude geschenkt. Und das ist Segen – nicht nur für mich, sondern auch für euch selbst. 

Denn Segen ist kein einseitiges Geschenk. Er wächst, wenn er weitergegeben wird. Und so möchte ich im Namen meiner Dankbarkeit für die weitere Zukunft den folgenden Segenswunsch formulieren:

Möge euch das, was ihr mir gegeben habt, in eurem Leben weiterwirken.

Möge euer Weg weiterhin von Vertrauen, Wertschätzung, Respekt und innerer Ruhe begleitet sein.

Und möge jeder von euch wissen: Ihr seid – wie ich – ein Segen für andere. 

Vielen Dank, dass ihr da wart. Möge euch die Sehnsucht und der Friede, nach denen ich jetzt Ausschau halte, auch in eurem Alltag spürbar werden.    

Nun lade ich noch herzlich zur Verabschiedung am 09.05.2026 um 17.30 Uhr in den Ökum. klangvollen Gottesdienst in die Pius-Lukas-Kirche ein    

Dorothea Blum