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Anschrift der Kirche

Rheinbabenstraße 131
47809 Krefeld (Linn)

Zugang für Rollstuhlfahrer (Rampe auf der rechten Seite)

 

Sonntagsgottesdienste in St. Margareta

Sonntags - 09:00 Uhr - Hl. Messe

 

Weitere Öffnungszeiten der Kirche

Sonntags von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr

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Geschichte der Kirche

Die "alde Kerk" in der Elt

Die Ursprünge der ersten Kirche in Linn gehen bis ins 7. Jahrhundert, in die Merowingerzeit, zurück. Bereits damals bestand eine Siedlung auf Linner Gebiet. Das frühe Alt-Linn lag jedoch nicht wie heute um die Burg herum, sondern an einer Wegkreuzung am Mühlenbach (Gebiet zwischen Greiffenhorst und Römersee). Diese erste Kirchengründung am Linner Mühlengraben geht zumindest in die Zeit des ersten Pfarrsystems zurück, das der Kölner Erzbischof Kunibert im 7. Jahrhundert nach den römischen Verwaltungsbezirken schuf. Auf eine Kreuz-Wallfahrtskirche weist die noch heute bestehende Linner Kreuztracht hin, wobei die Lage am Sumpf eher auf eine Märtyrer-Kirche hindeuten könnte. Wahrscheinlich trifft beides zu. Die erste Linner Kirche und die umliegende Siedlung wurden durch ein Hochwasser im Jahre 1279 völlig zerstört.

 

Die erste Linner Stadtkirche

Obwohl die erste Linner Stadtkirche, die auf dem heutigen Margaretenplatz stand, erst 1814 durch den in die Kirche fallenden Kirchturm zerstört wurde, ist über ihr Aussehen und ihre Größe bis zu den von Dr. Christoph Reichmann durchgeführten Ausgrabungen im Jahre 1989 wenig bekannt gewesen. Selbst eine ordentliche Grundrisszeichnung fehlte bis dahin. Die einzig bekannten Abbildungen finden sich auf einer Karfreitagsrassel aus dem Jahre 1789, die im Museum Burg Linn aufbewahrt wird. Sie zeigt als Ritzzeichnung eine Seitenansicht des Kirchturmes mit deutlich erkennbarer barocker Haube. Eine weitere Abbildung ist auf einem Kupferstich aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, der das Linner Kreuz mit den Stadtbildern von Linn und Uerdingen im Hintergrund zeigt, festgehalten.

Wann die Nachfolgerin der untergegangenen "alden Kerk" erbaut wurde, ließ sich auch nach neueren Grabungen nicht sicher feststellen. Wahrscheinlich wurde sie kurz nach der Stadtgründung um 1300 unter dem Einfluss der Gräfin Margarete von Kirburg, der Witwe Dietrich VIII., erbaut, die wohl auch Kirche und Altar reichlich dotiert hat. Hierdurch würde sich auch der Wechsel des Patroziniums auf "Jungfrau und Märtyrerin Margareta" erklären.

 

Die Pfarrkirche St.Margareta

In den ersten Jahren nach dem Einsturz wurden im notdürftig hergerichteten Chorraum die Gottesdienste der Linner Gemeinde abgehalten, weil die Mittel für den Wiederaufbau beziehungsweise Neubau einer Kirche fehlten. So wurde im August 1815 vom Kirchenvorstand ein Bericht über den notwendigen Kirchenbau und die Unzulänglichkeit der vorhandenen Mittel beim General-Gouverneur im Departement der Roer zu Aachen eingereicht. Dieser bewilligte am 23. März 1816 eine Kollekte im Roerdepartement, die insgesamt 2397 Rt 1 Sb 4 He einbrachte.

Ende 1819 konnte der erste Gottesdienst im neuen Kirchengebäude gefeiert werden. Die Benediction erfolgte jedoch erst am 1. Juni 1820 durch den Uerdinger Pfarrer Kaufmanns.

Ursprünglich wurden aus der alten Kirche alle noch verwendbaren Ausstattungsstücke übernommen, einschließlich der Altäre. Heute kann man aus der alten Kirche nur noch die Kanzel, die Figurengruppe der drei Jungfrauen Barbara, Katharina und Margareta sowie das Linner Kreuz bewundern. Die Kirchentüren mit einer holzgeschnitzten, vergoldeten Traube wurden 1824 von Meister Brüner angefertigt und eingebaut.

Mitte des 19. Jahrhunderts ließ man in den Kirchenbau zusätzlich zwei Seitenportale einbauen, wovon man eines bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wieder zumauerte. Beim Einbau der neuen Heizungsanlage 1990 ließ man dieses rechte Portal wieder öffnen

In den Siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurden aus unverständlichen Gründen die barocken Altäre aus der Kirche entfernt und nach Kaldenhausen verkauft und neue gotische Altäre eingebaut

Seit 1874 war die Kirche mit holzgeschnitzten, gotischen Altären ausgestattet, da man zu dieser Zeit eine Abneigung gegen den Barock empfand. 1929 versuchte die Pfarrgemeinde unter Pfarrer Peter Schagen, den Fehler des Entfernens der Barock-Altäre durch den Ankauf eines neuen Hochaltars auszugleichen. Die alten Altäre waren nachweislich seit 1880 unauffindbar verloren, und so wurde ein durch Umbau überflüssig gewordener Altar aus Blatzheim bei Düren erstanden. Unter der Anleitung von Augustin Kolb aus Köln wurde der Altar grundlegend saniert und in das Kirchenbild eingefügt. Das Altarbild, das den Heiligen Kunibert darstellte, wurde entfernt und die noch aus dem alten Altar erhaltene Margareten-Statue in einer extra eingefügten Nische eingesetzt. Die Benediction des Hochaltares erfolgte am 8. Dezember 1929.

Kirche St. Margareta